Pädagogische Konzeption der Betreuung

Diese Konzeption wurde 2014 von dem pädagogischen Team der Betreuung, dem Vorstand des Fördervereins und der Schulleitung der Albert-Schweitzer-Schule erarbeitet. Sie können hier die einzelnen Kapitel per Klick öffnen oder das Dokument als PDF speichern.

1. Einleitung

Dieses Konzept versteht sich als Ergänzung zum Schulprogramm der Albert-Schweitzer-Schule und als Leitfaden für die tägliche Arbeit mit den Kindern in der Betreuung des Fördervereins. Es soll allen Interessierten einen möglichst anschaulichen und konkreten Einblick in die tägliche Arbeit mit den Kindern geben. Damit dies gelingen kann, wurden die theoretischen Grundlagen mit vielen praktischen Beispielen auch aus Sicht der Kinder veranschaulicht. Das Konzept zeigt neben dem Tagesablauf unter anderem auch was Kinder in der Betreuung lernen können und wie Verzahnung von Schule und Betreuung gelingen kann. Es soll auch als entwicklungsfähiges Instrument dienen, deswegen ist eine regelmäßige Überprüfung auf Aktualität und Umsetzung in der Praxis unverzichtbar.

2. Die Schulkinderbetreuung an der ASS

Am 03.05.1994 wurde der Förderverein Albert-Schweitzer-Schule Langen e.V. gegründet.
Seit Januar 1997 bietet der Förderverein einen Mittagstisch mit pädagogischer Betreuung an. Damals waren etwa 30 Kinder angemeldet. Seit dieser Zeit stieg der Bedarf an Betreuungsplätzen stetig. Derzeit (Stand: Dezember 2016) besuchen 157 Kinder täglich die Betreuung. Durch Platzsharing sind über 170 Kinder der Schule angemeldet.
Die Eltern können die Betreuung im Anschluss an den Schulvormittag bis 15.00 Uhr oder 16.30 Uhr buchen. Die Betreuungstage sind kostenpflichtig und können individuell gewählt und dadurch den Bedürfnissen der Eltern angepasst werden. Auf diese Weise kann vielen Kindern der Besuch in der Betreuung ermöglicht werden.

Zurzeit hat der Förderverein 323 Mitglieder. Dem Förderverein kommt eine wichtige Stellung in der Schulgemeinde zu. Er unterstützt das pädagogische Konzept der Schule über die Verpflichtung des Schulträgers hinaus. Durch ehrenamtliche Mitarbeit, Selbsthilfeaktionen, Mitgliedsbeiträge, Spenden und Sponsoren sowie durch die Zuschüsse des Schulträgers, der Stadt Langen und des Landes Hessen konnten viele Anschaffungen getätigt, schulische Veranstaltungen unterstützt und das Ganztageskonzept der Schule maßgeblich gefördert werden.

2.1 Vorstand

Der geschäftsführende Vorstand setzt sich aus dem 1. Vorsitzenden, dem stellvertretenden Vorsitzenden, dem Schatzmeister und dem Schriftführer zusammen.

Der Vorstand ist verantwortlich für die verschiedenen Aufgabenbereiche des Fördervereins, also für die Betreuung, die Küche und die Reinigung der Schule.

Er trifft sich regelmäßig zu gemeinsamen Beiratssitzungen, an denen auch Beisitzer teilnehmen.
Zu den Beisitzern gehören die Schulleitung, die pädagogische Leitung, der SEB-Vorstand und eine Vertretung des Kollegiums.

2.2 Pädagogische Fachkräfte und Personal

In der Einrichtung sind zurzeit fünf pädagogische Fachkräfte als Leitungsteam angestellt. Darunter eine pädagogische und eine stellvertretende Leitung. Das Team der Festangestellten ist für die pädagogische und organisatorische Arbeit zuständig und trifft sich regelmäßig zu Teamsitzungen. Inhalt dieser Teamsitzungen sind unter anderem der Austausch über die Kinder, die Planung und die Reflexion der täglichen Arbeit sowie unterschiedliche pädagogische Themen. Ebenso findet regelmäßig eine Teamsupervision statt.

Unterstützt werden die Festangestellten täglich von Teilzeit- und Honorarkräften. Insgesamt arbeiten 28 Personen im Team der Betreuung. In der täglichen Arbeit werden ca. 12 Personen im Team eingesetzt. Ein Teil der Mitarbeiterinnen arbeiten mehrere Tage in der Woche. Manche BetreuerInnen arbeiten schon mehrere Jahre in der Betreuung. Alle zwei Monate findet eine Teamsitzung mit allen Teilzeit- und Honorarkräften statt.

Des Weiteren arbeiten fünf Küchenkräfte, die jeden Tag für über 170 Personen gesund und abwechslungsreich kochen sowie eine Verwaltungsangestellte und eine Reinigungskraft in der Betreuung.
Vor Betreuungsbeginn treffen sich die jeweiligen Mitarbeiter, um Besonderheiten und aktuelle Informationen des Tages zu besprechen.
Im Team miteinander zu arbeiten bedeutet, von den unterschiedlichen Stärken und Kompetenzen der einzelnen Mitarbeiterinnen zu profitieren. Entsprechend ihrer jeweiligen Fähigkeiten und Fertigkeiten können sie unterschiedliche Aufgaben übernehmen. Eine gute und konstruktive Mitarbeit ist Voraussetzung für ein positives Arbeitsklima.

In regelmäßigen Abständen bilden sich die verschiedenen Mitarbeiter durch Angebote der unterschiedlichsten Art fort. Regelmäßig wird ein Kurs für Erste Hilfe für das gesamte pädagogische Personal angeboten, Fortbildungsmöglichkeiten des Kreises Offenbach sowie Fortbildungen des Berufbildungsseminars werden ebenfalls besucht.

2.3 Räumlichkeiten

Die Betreuung findet primär im Pavillon aber auch in Fach- und Klassenräumen der Schule statt. Der Pavillion bietet drei Betreuungsräume mit verschiedenen Möglichkeiten für die Freizeitgestaltung, einen Bewegungsraum, ein Büro für das Personal und eine Küche. Eine große Wiese mit Sandspielfläche, Steinhügel und Kräuterspirale sowie eine großzügige Terrasse und Balancierbalken befinden sich direkt neben dem Pavillon.

Im blauen, roten und gelben Raum wird mittags zweimal gegessen. Darüber hinaus wird jeder Raum täglich für weitere unterschiedliche Aktivitäten genutzt:

  • Blauer Raum
    Hier befinden sich neben Tischen und Stühlen eine Puppenecke und ein Bauteppich. In der Puppenecke ist eine kleine Kinderküche mit diversem Spielmaterial zum Kochen. Sie dient als Rückzugsort für die Kinder, die darin gerne Rollenspiele machen. Auf dem Bauteppich kann unter anderem mit einer Holzeisenbahn gespielt werden. Dieser Bereich wird von den Kindern auch zum Tanzen und Theaterspielen genutzt.
  • Roter Raum
    In diesem Raum finden die täglichen Bastelangebote statt. Hier stehen alle zum Basteln benötigten Utensilien wie Scheren, Kleber, Malerhemden und vielfältige Bastelmaterialien zur Verfügung. Ebenso gibt es in diesem Raum eine Leseecke mit einer Couch und einem Schrank mit Büchern und Zeitschriften, an denen sich die Kinder frei bedienen können.
  • Gelber Raum
    Im gelben Raum finden die Kinder zahlreiche Gesellschaftsspiele sowie zwei Bauteppiche. Ein Teppich ist zum Bauen mit Lego und Playmobil gedacht. Auf dem anderen Bauteppich können die Kinder mit "Kapplahölzern" ihrer Fantasie freien Lauf lassen.
  • Bewegungsraum
    Hier ist viel Platz zum Toben. Es gibt Turngeräte, Trampoline, Matten, große Bauklötze aus Schaumstoff und einen Tischkicker. Im angrenzenden Materialraum ist Platz für weitere Spielsachen und die Lagerung von Bastelmaterial.
  • Büro
    Das Büro dient den Fachkräften als Arbeits- und Besprechungsraum. Während der Betreuungszeit wird es zusätzlich für Gespräche mit Kindern genutzt und Kinder, die sich nicht wohlfühlen, können sich auf dem Sofa ausruhen.
    Ebenso besteht die Möglichkeit, mit Kindern gemeinsam im Internet zu recherchieren.
  • Flur
    Der Flur im Pavillon ist sehr groß und wird sehr vielseitig genutzt. Hier befinden sich die Fächer und die Garderobe für die Kinder, eine Kiste mit Fundstücken, eine Ausstellungsvitrine für Bastelsachen, ein Ausleihstand, an dem die Kinder selbstständig Spielsachen ausleihen können und verschiedene Materialschränke.
    Des Weiteren befindet sich ein großer runder Tisch im Flur, an dem die tägliche 15-minütige Besprechung mit allen Mitarbeitern im Betreuungsbereich stattfindet. Der Tisch wird am Nachmittag für Bastelangebote und an manchen Tagen auch zum Mittagessen genutzt.


Zusätzlich können Räume der Schule mit genutzt werden wie z.B. die Schulküche, der Werkraum, Klassenräume, die Bücherei und die Turnhalle.

  • Die Schulküche dient als Kinderküche, wo Koch- und Backangebote stattfinden können. Sie ist mit allem ausgestattet, was dafür benötigt wird.
  • Im Werkraum stehen Bohrer, Sägen und andere Materialien wie beispielsweise Holz und Ton zur Verfügung, um kreativ zu arbeiten.
  • Der Klassenraum 103 im Gebäude 3 steht uns temporär zu Verfügung. Er ist Rückzugs- und Ruheraum und dient zum Vorlesen, Entspannen, Puzzeln und Malen, aber auch als Raum für die freiwilligen Hausaufgaben.
  • Die Turnhalle der Schule ist mit unterschiedlichen Sportmaterialien und -geräten ausgestattet. In Absprache mit der Schule kann diese an einem oder zwei Tagen der Woche genutzt werden, um weitere Bewegungsspiele anbieten zu können.

Bei gutem Wetter halten sich die Kinder auf dem Schulhof und der Wiese mit Spielhaus und Kletterhügel auf. Sie nutzen das abwechslungsreiche Angebot der Pausenspiele wie z.B. den Fußballplatz, einen Basketballkorb, ein Baumhaus, das Klettergerüst, Sandkästen, Tischtennisplatten und die Holzfahrzeuge. In der „Villa“ gibt es Spielsachen für draußen. Die „Villa“ ist ein umgebauter Container, in dem sich unter anderem verschiedene Bälle, Tischtennis- und Badmintonschläger, Sprungstäbe und Sandkastenspielzeug befinden.

3. Pädagogische Ziele - Was Kinder bei uns lernen können

Für uns richten sich die pädagogischen Ziele nicht nur auf die adäquate Nutzung der Angebote. Wir sind auch daran interessiert, dass im Sinne eines sozialen Lernens ein friedfertiges Zusammenleben stattfindet und Konflikte konstruktiv gelöst werden können.

Der Einstieg ins Schulleben ist für jedes Kind ein aufregendes Ereignis. Alles ist neu, fremd und anders. In Schule und Betreuung wird von den Kindern zunehmend mehr Selbstständigkeit gefordert.
Es werden verschiedene Hilfestellungen eingesetzt, um besonders den Erstklässlern den Einstieg in die Betreuung zu erleichtern. So werden die Kinder der ersten Klassen in den ersten sechs Wochen nach dem Unterricht in ihrem Schulgebäude abgeholt.
Die Patinnen und Paten der neuen Ganztagsklasse übernehmen die Patenschaft auch in der Betreuung, für die anderen neuen Betreuungskinder werden passende Paten und Patinnen gesucht.
In der Betreuung ist der Tagesablauf zwar fest strukturiert, aber die Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung sind vielfältig. Im Laufe des Nachmittags suchen sich die Kinder ihre Freizeitaktivitäten selbstständig aus, d.h. sie können verschiedene Angebote wahrnehmen, ihre Hausaufgaben erledigen oder sie besuchen Kurse des Fördervereins sowie der Schule. Der Umgang mit Entscheidungsfreiheiten aber auch Aufgaben erfordert ein gewisses Maß an Selbstständigkeit. In diese Aufgabe wachsen die Kinder langsam hinein und erschließen sich immer mehr Möglichkeiten. Parallel dazu wachsen Selbstvertrauen und Selbstsicherheit.

3.1 Mitbestimmung

In der Betreuung sollen Kinder mitbestimmen dürfen. Eine Möglichkeit dazu existiert in Form eines Rates. Der FASS-Rat besteht aus einem Kind jeder Klasse und einer Festangestellten, die das Protokoll übernimmt.
Jede Klasse wählt einen Vertreter bzw. eine Vertreterin für den einmal in der Woche tagenden FASS-Rat. Die Vertreter berichten, was in der Betreuung gut beziehungsweise nicht gut läuft. Es werden Themen und Probleme besprochen sowie Informationen ausgetauscht und die Kinder haben die Möglichkeit, eigene Ideen, Wünsche und Beschwerden einzubringen. Gemeinsam wird diskutiert und versucht, Vereinbarungen und Lösungen zu finden. Die Kinder können dadurch die Betreuungszeit aktiv mitgestalten. Beispielsweise fanden in der Vergangenheit Fußballturniere, Basketballturniere oder ähnliche Veranstaltungen auf Wunsch der Kinder statt. In jeder Sitzung wird ein Protokoll geschrieben. Damit können die Vertreterinnen ihre Klasse über die Arbeit im FASS-Rat informieren. Jede Sitzung wird von einem Kind geleitet.

3.2 Konfliktfähigkeit / Konfliktlösung

In der Betreuung treffen sehr viele Kinder der verschiedenen Klassen und Klassenstufen aufeinander, die sich die Spielräume teilen müssen. Im Spiel werden die Kinder ständig mit anderen Bedürfnissen konfrontiert und Rücksichtnahme wird gefordert und gefördert. Sie lernen, eigene Interessen zu vertreten, sich mit anderen Perspektiven auseinanderzusetzen, Verständnis für das Gegenüber zu entwickeln und gemeinsam nach Lösungen zu suchen.

Viele Konflikte können die Kinder selbstständig lösen, indem sie z.B. die Hör-auf-Regel benutzen, die sie auch aus dem Schulvormittag kennen.
Um Grenzen für alle verständlich und rechtzeitig aufzuzeigen, gibt es an der Albert-Schweitzer-Schule die Hör-auf-Regel. Das Kind sagt laut und deutlich „Hör-auf“ und hebt eine Hand vor seinen Körper – so, als ob etwas weggeschoben wird. Somit wird signalisiert „Du bist zu weit gegangen, geh einen Schritt zurück“. Für die Kinder ist die Hör-auf-Regel ein wichtiges Werkzeug im sozialen Kontakt. Es zeigt Grenzen auf, löst viele Konflikte rechtzeitig und gibt den Kindern mehr Sicherheit im sozialen Umgang.

Die Kinder werden bei konstruktiven Konfliktlösungen unterstützt, indem sie ermutigen werden, in Gesprächen eigene Wünsche, Bedürfnisse und Gefühle zu äußern.
Durch gegenseitiges Zuhören können Verständnis und Rücksicht gefördert und Prozesse zur Kompromiss- und Lösungsfindung angestoßen werden. Bei Konfliktgesprächen zwischen jüngeren Kindern kann das Leporello zu Hilfe genommen werden.

Ebenso können die „Friedensfüße“ benutzt werden, die die Kinder ebenfalls aus dem Schulvormittag kennen.

Die Kinder können lernen, eigenständig Konflikte zu lösen, erleben sich als kompetente Konfliktlöser und bekommen das Gefühl „Ich hab´s alleine geschafft“. Dennoch ist manchmal die Hilfe eines Betreuers nötig, um den Konflikt zufriedenstellend für alle Beteiligten zu klären.
Es erfordert viel Mut, die eigene Position zu vertreten. Für viele Kinder ist es eine große Anstrengung, sich von dem eigentlichen Streit abzuwenden und nach gemeinsamen Lösungen und Kompromissen zu suchen. Auch hier spielen eigene Bedürfnisse wieder eine große Rolle. Die Kinder müssen sich fragen, „Was brauche ich damit es mir gut geht?“ und „Wann fühle ich mich und meine Bedürfnisse übergangen?“.
Die Kinder lernen sowohl im Spiel als auch in Konflikten eigene Grenzen kennen. Sie erfahren eigene Ängste und setzen sich mit ihnen auseinander. Durch Beobachten, das Vorbild der anderen Kinder und Ermutigung können sie ihre Ängste oft überwinden.

Merle will alles bestimmen
Jana, Kathy und Marco spielen in der Puppenecke. Merle möchte gerne mitspielen. Kathy und Marco sind dagegen. Sie wollen nicht mit Merle spielen. Merle fühlt sich ausgeschlossen und fängt a,n das Spiel der Anderen zu stören. Es kommt zum Streit. Die Gruppe sucht sich Hilfe bei einem Betreuer. Im Gespräch fängt Merle an zu weinen: „Niemand will mit mir spielen“. In letzter Zeit passiert es öfter, dass Merle von anderen Kindern ausgeschlossen wird. Jana, die eigentlich mit Merle befreundet ist, sagt: „Du willst immer alles bestimmen und das nervt manchmal“. Kathy und Marco sind ähnlicher Meinung. Sie erzählen von Situationen, in denen Merle mitgespielt hat und es immer wieder zu Streit kam. Merle hält sich oft nicht an Absprachen und will ihren eigenen Willen durchsetzen.
Zusammen mit der Betreuerin wird überlegt, was sich die Beteiligten voneinander wünschen und was sie das nächste Mal besser machen werden. Merle sagt: „Ich wünsche mir, dass ihr mich mitspielen lasst“. Kathy und Jana denken, dass das möglich sei und wünschen sich, dass Merle das Spiel nicht immer bestimmt. Merle verspricht, dass sie sich bemühen wird. Marco traut dieser Vereinbarung nicht und sagt: „Wenn Du dabei bist, gibt es immer Streit“. Sie überlegen zusammen, ob es vielleicht ein Zeichen geben könnte, mit dem Marco Merle signalisieren kann: „Jetzt bestimmst du mir zu viel“. Sie einigen sich auf die „Hör-auf-Regel“. Marco findet das eine gute Idee. Jetzt können sich alle Beteiligten auf die Vereinbarung einlassen. Die Vereinbarung wird schriftlich festgehalten und alle Kinder unterschreiben.

3.3 Verantwortungsbewusstsein

Um verschiedenes Spielmaterial der Betreuung nutzen zu können, müssen die Kinder einen Ausweis hinterlegen. Bei vollständiger Rückgabe wird dieser wieder ausgehändigt. Die Ausleihe und Rückgabe wird in Form eines Ausleihdienstes von den Kindern möglichst selbständig organisiert. Für die Kinder ist der eigene Ausweis von großer Bedeutung und das Ausleihsystem wird meistens gewissenhaft genutzt. Die Kinder lernen, mit geliehenen Gegenständen sorgfältig und verantwortungsbewusst umzugehen.

Wenn das Spielmaterial nicht zurückgegeben wird, werden die Ausweise eingezogen. Durch einen Dienst an der Gemeinschaft, wie beispielsweise Stifte spitzen, Müll hinaus bringen oder kehren, können die Kinder ihren Ausweis wieder zurück bekommen.

 

3.4 Stärkung von Selbstständigkeit – Selbstvertrauen

Für Kinder ist es wichtig, Selbstvertrauen und Selbstständigkeit zu entwickeln. Diese Entwicklung wird in unserer Einrichtung sowohl gefördert als auch gefordert.
Der Tagesablauf ist zwar strukturiert, jedoch bieten die einzelnen Bereiche viel Platz für individuelle Gestaltungsmöglichkeiten. Am Anfang der Schulzeit sind die meisten Kinder sehr zurückhaltend und nutzen oft nur einzelne, wenige Bereiche des Betreuungsangebots. Im Laufe ihrer Schulzeit werden sie mutiger, gewinnen an Sicherheit und erschließen sich immer mehr Möglichkeiten in der Einrichtung. Sie lernen, wo die verschiedenen Spielmaterialien aufbewahrt werden und wofür sie benutzt werden können. Sie erarbeiten sich einen sorgfältigen Umgang mit dem Spielmaterial und fordern diesen auch von anderen ein.
Nicht nur die Benutzung des Spielmaterials liegt in der Verantwortung der Kinder, sondern auch die Teilnahme an verschiedenen Angeboten. Besondere Tages- und Wochenangebote (wie z.B. Donuts backen, Werkraum, Gartenarbeiten etc.) werden an einer Infotafel ausgehängt und die Kinder können sich dort in die Teilnahmeliste eintragen.
Für die Schulanfänger gibt es in den ersten Wochen und Monaten so viel Neues zu erkunden, dass sie in der Regel mit der Teilnahme an alltäglichen Angeboten, für die man sich nicht eintragen muss, zufrieden sind. Zu viele verschiedene Möglichkeiten würde einige überfordern. Anfangs werden die Kinder von älteren Betreuungskindern zum Spielen mitgenommen oder von Betreuern zu Angeboten ermutigt. Wenn sie Sicherheit in einem Bereich bekommen haben, wenden sie sich von alleine neuen Bereichen zu oder werden erneut von anderen Kindern oder Betreuern dazu ermutigt. Mit der Zeit lernen sie die Angebote selbstständig zu nutzen.
Wir ermutigen die Kinder, an verschiedenen Angeboten, die häufig in kleinen Gruppen stattfinden, teilzunehmen. Das ermöglicht ihnen neue Erfahrungen und sie können sich dadurch neue Handlungsfelder erschließen. Hinterher zeigt sich meist Zufriedenheit und Stolz auf die erlernte Fähigkeit oder das entstandene Werk. Auf diese Weise entdecken die Kinder stets aufs Neue, was in ihnen steckt.
Um das passende Angebot zu wählen, müssen die Kinder eigene Bedürfnisse erkennen und nach diesen handeln. Das erfordert einen guten Kontakt zu sich selbst. Wer sich selbst gut kennt, kann auch Sicherheit im Umgang mit der sachlichen und sozialen Welt erlangen.

Pablo kann sägen
Pablo besucht seit zwei Jahren die Betreuung. Nach dem Mittagessen ist er immer auf dem Fußballplatz anzutreffen. Er ist ein guter Spieler und bei den anderen Kindern beliebt. Er weiß, dass es in der Betreuung auch Angebote zum Basteln, Backen und Spielen gibt. Aber wenn er nicht auf dem Fußballplatz ist, denkt er immer, dass er etwas verpasst. Außerdem kennt er sich auf dem Fußballplatz gut aus. Er gibt den Ton an und die Anderen bewundern ihn. In ungewohnten und neuen Situationen wirkt er eher unsicher und still. Er meidet sie lieber. Ein Freund von ihm hat letztens im Werkraum ein Windspiel gesägt. Pablo war begeistert und stellte viele Fragen. Ein Betreuer machte den Vorschlag, dass Pablo das nächste Mal einfach mitkommt. Nach einigem Zögern ließ sich Pablo von seinem Freund und dem Betreuer überreden.
Im Werkraum musste Pablo erst einmal alles gezeigt bekommen. Am Anfang war er sehr ruhig und zurückhaltend. Aber als er merkte, dass sägen nicht so schwer war und sein Werkstück immer mehr Gestalt annahm war er mit Freude dabei. Auf dem Rückweg zum Betreuungspavillon sagte er mit einem Lächeln: „Ich wusste gar nicht, dass ich sägen kann“. Seinen Freunden vom Fußballplatz, den Betreuern und später auch seiner Mutter präsentierte er stolz sein fertiges Windspiel.

4. Verzahnung Schule - Betreuung

Die Albert-Schweitzer-Schule ist eine Grundschule mit Ganztagsschulangebot nach Profil I. Förderverein, Kollegium und Schulleitung arbeiten in enger Abstimmung konzeptionell, pädagogisch und organisatorisch zusammen. Dies wird durch regelmäßige Sitzungen, Teamgespräche und gemeinsame Fortbildungen sowie durch den wöchentlichen Austausch der pädagogischen Fachkräfte und der Lehrkräfte im Lehrerzimmer gewährleistet. Um eine intensivere Zusammenarbeit mit den Klassenlehrerinnen zu erreichen, sind den pädagogischen Fachkräfte Bezugsklassen zugeordnet. Besonders in Konfliktsituationen und bei den Hausaufgaben können so direktere Absprachen getroffen werden.
Die Lernzeit der Ganztagsklassen wird von den pädagogischen Fachkräften der Betreuung begleitet, wodurch zwischen den Klassenlehrerinnen und der Betreuung eine noch engere Kooperation gegeben ist.
Die Hausaufgabenzeit wird in den Ganztagsklassen von der Betreuung allein übernommen. Damit hier Informationen weitergegeben werden können, liegt in jeder Ganztagsklasse ein Buch, in welches Besonderheiten oder Mitteilungen an die Klassenlehrerin eingetragen werden können.
Wenn bei Elterngesprächen Themen behandelt werden, die sowohl den Schulvormittag als auch den Betreuungsnachmittag betreffen, werden diese Gespräche in der Regel gemeinsam vorbereitet und durchgeführt. Dadurch können Absprachen mit und zwischen Kind, Eltern, Schule und Betreuung einfacher und direkter getroffen werden.
Alle zwei Wochen trifft sich die Schulleitung mit dem Vorstand des Fördervereins und der pädagogischen Leitung zu einer Koordination. Diese Termine dienen dem Austausch und der Information untereinander. Dieser direkte Austausch ist für die tägliche Arbeit sehr hilfreich.
Der Vorstand des Fördervereins nimmt an den regelmäßigen Konferenzen ebenso teil wie an Schulelternbeiratssitzungen, der Steuergruppe und der Arbeitsgruppe, die sich mit der Entwicklung des Ganztags in der Schule beschäftigt.
Die Lehrerinnen sowie die festangestellten PädagogInnen nehmen gemeinsam an Festen, Konferenzen und der Schulvollversammlung teil.

Lesen ist gar nicht so einfach
Amelie besucht die dritte Klasse. Sie macht ihre Hausaufgaben erst seit kurzem in der Betreuung. Ihre Mathehausaufgaben macht sie immer selbständig und richtig. Beim Lesen und Schreiben braucht sie viel Unterstützung. Beim Lesen muss sie sich meist so konzentrieren, dass sie sich den Inhalt nicht merken kann. Schwierigkeiten macht ihr auch das Formulieren von Sätzen. Beim Schreiben macht sie viele Fehler und hört manche Buchstaben nicht heraus. Wenn sie einen freien Text geschrieben hat, hat sie oft so viele Fehler im Satzbau, dass sie viele Sätze erneut schreiben muss. Die Hausaufgabensituation endet für Amelie oft frustrierend.
Eine Mitarbeiterin aus der Betreuung setzt sich mit der Klassenlehrerin von Amelie zusammen und überlegt, wie man die Hausaufgabensituation für Amelie erfolgversprechender gestalten könnte und informiert sich über Fördermaßnahmen.
Wichtig ist vor allem, dass Amelie lesen übt und auch Spaß daran hat und nicht immer wieder frustriert aus Lern- und Hausaufgabensituationen herausgeht.
Amelie ist ein sehr wissbegieriges und neugieriges Mädchen und gut über den Inhalt des Textes zu motivieren.
Die Klassenlehrerin und die Mitarbeiterin aus der Betreuung vereinbaren, dass Amelie in der Betreuung maximal 45 Minuten konzentriert an ihren Hausaufgaben arbeitet. Dann kann die Klassenlehrerin sehen, was Amelie in dieser Zeit erledigt hat und die Hausaufgabenmenge entsprechend anpassen. Amelie soll selbständig arbeiten. Wenn sie etwas nicht verstanden hat, wird das im Hausaufgabenheft der Lehrerin mitgeteilt. Außerdem sollen Fehler im freien Schreiben nicht mehr verbessert werden

Während der Betreuung haben die Kinder über den Schulvormittag hinaus die Möglichkeit, klassen- und stufenübergreifend Kontakte zu anderen Kindern zu knüpfen. Die Kinder nehmen sich als „Kinder einer Schule“ wahr und erleben sich und Schule in einem lustbetonten, freien Umfeld. Ein Zusammengehörigkeitsgefühl kann sich entwickeln, welches die Identifikation mit der Schulgemeinschaft stärkt und somit zu einem positiven Schulklima beiträgt.

 

5. Tagesablauf


Ein strukturierter Tagesablauf ist für Kinder besonders wichtig. Durch die Rhythmisierung des Tages erleben die Kinder Sicherheit und Orientierung. Hauptbestandteile des Betreuungsalltags sind das Mittagessen, die freie Spielzeit und die Hausaufgaben.

Tagesablauf Ganztagsklassen

  • 11.40 Uhr – Mittagessen
  • 12.30 Uhr - Hofpause
  • 13.00 Uhr - Unterricht, Lernzeit, Hausaufgaben
  • 14.00 Uhr bzw. 14.30 Uhr - Freizeitpädagogische Angebote
  • 15.00 Uhr - Kinder gehen nach Hause – teilw. Hausaufgaben
  • 16.30 Uhr - Betreuungsende

Tagesablauf regulär

  • 12.45 Uhr – Schule aus
    13.00 Uhr – Mittagessen
    13.40 Uhr – Hofpause
    14.00 Uhr – Freizeitpädagogische Angebote bzw. Kinder gehen nach Hause
    15.00 Uhr – Hausaufgaben, Kinder gehen nach Hause bzw. Freizeitpädagogische Angebote
    16.30 Uhr – Betreuungsende
5.1 Mittagessen

Das Mittagessen findet für die Kinder der Ganztagsklassen um 11.40 Uhr, für die Kinder der Regelklassen um 13.00 Uhr statt.
Das Essen wird täglich frisch zubereitet. Dabei wird auf eine gesunde und kindgerechte Ernährung großen Wert gelegt. Täglich gibt es ein Hauptgericht sowie eine kleine Nachspeise. Zum Essen wird stets Mineralwasser gereicht. Beim Mittagessen wird auf ein gesundes Essverhalten und einen verantwortungsvollen Umgang mit der Nahrung geachtet.
Das Mittagessen findet in einer familienähnlichen Situation statt. Das heißt, an einem Tisch essen etwa 9 Kinder mit einer Betreuungsperson. Vor dem Mittagessen decken verschiedene Kinder die Tische, nach dem Essen deckt jedes Kind sein Gedeck selbst ab. Nach dem Essen werden die drei Tischdienste verteilt, die ebenfalls von den Kindern übernommen werden: Tische feucht abwischen, trocken nachwischen und den Boden unter und um den Tisch herum fegen. Da die Tischdienste in aller Regel ausgelost werden, übernimmt jedes Kind Verantwortung und leistet so einen eigenen Beitrag zur Gestaltung der Mittagessensituation.

Zu Beginn des Mittagessens ertönt ein Leisezeichen. Sind alle am Tisch leise, wünschen wir uns einen „guten Appetit“. Danach wird das Mittagessen von den Betreuerinnen verteilt. In dieser Zeit geht es nicht nur um das Essen selbst, sondern auch darum, miteinander ins Gespräch zu kommen und sich auszutauschen. Die Kinder lernen, sich neben den üblichen Tischmanieren in Geduld zu üben und aufeinander zu warten. Die Kinder kommen verantwortungsbewusst Pflichten nach. Ebenso nehmen die Kinder wahr, dass es unterschiedliche kulturelle und religiöse Essgewohnheiten sowie Allergien und Unverträglichkeiten gibt.
Die Kinder der Ganztagesklassen haben feste Sitzplätze. Die anderen SchülerInnen sind klassenweise in Essensgruppen, das heißt in feste Räume, aufgeteilt.
Durch feste Sitzplätze bzw. Essensgruppen erfahren die Kinder Struktur und Kontinuität, was die Grundlage für eine intensive Beziehungsarbeit ist. Der regelmäßige Kontakt zu den Kindern ermöglicht unter anderem eine bessere Begleitung am Nachmittag, beispielsweise bei der Bewältigung von Konflikten. Es können Regeln und Vereinbarungen getroffen und verbindlicher eingehalten werden. Nicht zuletzt entwickeln die Kinder durch die festen Essensgruppen ein Gruppenzugehörigkeitsgefühl sowie einen rücksichtsvolleren Umgang untereinander. Für jeden Raum ist eine festangestellte pädagogische Fachkraft zuständig, die bei Bedarf Eltern- und Lehrergespräche führt.
Freitags essen alle Kinder gemeinsam um 13.00 Uhr. An diesem Tag können sie frei entscheiden, wo sie sitzen möchten.

Beispiel Speiseplan

  • Montag: Geschnetzeltes mit Rösti und Salat
  • Dienstag: Linseneintopf
  • Mittwoch: Hackbraten mit Kartoffeln und Gemüseallerlei
  • Donnerstag: Nudeln mit Tomatensoße
  • Freitag: Fisch mit Reis und Salat

Geburtstag in der Betreuung

Ich bin Cosima und gehe in die vierte Klasse. Nach der Schule besuche ich die Betreuung. Heute habe ich Geburtstag. In der Betreuung haben wir eine große Tafel, darauf stehen die Geburtstagskinder der Woche. Mein Name steht heute auch dabei. Das ist schön, weil dann alle Betreuerinnen wissen, dass ich heute Geburtstag habe und mir gratulieren.
Die Betreuerinnen rufen uns zum Essen. Vor dem Essen müssen alle Kinder Hände waschen. Ich und Pauline beeilen uns, weil wir mit Lara zusammen sitzen wollen. Wir haben Glück. Heute gibt es Fischstäbchen mit Kartoffelbrei und Salat. Das schmeckt uns allen gut. Ich bekomme ein Tischset auf dem „Happy Birthday“ steht und eine Geburtstagskerze. Vor dem Essen müssen alle Kinder ganz leise werden. Das ist gar nicht so einfach. Damit es besser klappt, gibt es ein Leisezeichen. Die Kinder singen für mich „Happy Birthday“ und dann wünschen wir uns einen guten Appetit. Das Essen teilen die Betreuer am Tisch aus. Manchmal dürfen die Kinder aber auch helfen. Während dem Essen fragen mich alle wie alt ich geworden bin, was ich geschenkt bekommen habe und was ich an meinem Kindergeburtstag mache.
Zum Nachtisch gibt es heute Pudding. Ich und Lara dürfen ihn holen. Bevor wir Nachtisch bekommen, wird der Tischdienst festgelegt. Nach dem Mittagessen gehen wir alle nach draußen zum Spielen. Aber vorher hole ich mir noch ein kleines Geburtstagsgeschenk im Büro ab.

5.2 Freizeitpädagogische Angebote

Das freizeitpädagogische Angebot beginnt nach dem Essen um 14.00 Uhr. Den Kindern stehen verschiedene Räumlichkeiten und das Außengelände zur Verfügung. Nach dem lernintensiven Vormittag ist es notwendig, den Kindern geeignete Angebote für Spiel, Spaß, Sport, Bewegung, Entspannung und Kreativität zu geben, unter denen sie frei wählen können. Ein ausgewogenes Freizeitangebot bedeutet für uns, dass die Kinder in möglichst vielen Bereichen der Freizeitaktivitäten Anregungen erhalten und die Möglichkeit haben, Neues zu entdecken und auszuprobieren. Wir geben den Kindern die Möglichkeit, ihren Bewegungsdrang (auf dem Schulhof, in der Turnhalle oder im Bewegungsraum) und ihre Kreativität (beim Basteln, Kochen, Backen oder Spielen) immer wieder neu ausleben zu können.

Um dem kindlichen Bewegungsdrang gerecht zu werden, steht ihnen der Bewegungsraum sowie an manchen Tagen die Turnhalle zur Verfügung.
Auch das große Außengelände bietet viel Platz und Anregung zum Spielen und Toben.
Der Schulhof bietet mit der „Villa“ für Spielsachen und den Holzfahrzeugen jede Menge Möglichkeiten für körperliche Bewegung. Der Fußballplatz wird täglich von den Kindern zum Kicken genutzt.

Für bastelbegeisterte Kinder gibt es immer ein „Bastelangebot der Woche“. Mit wechselnden Materialien werden unterschiedliche Gegenstände gebastelt, welche die Kinder am Tag selbst noch mit nach Hause nehmen können.
Im Roten Raum befinden sich außerdem noch Kisten mit Stiften und allerlei Bastelmaterial sowie verschiedene Arten von Papier, an denen sich Kinder jederzeit bedienen können.

Bastelangebot der Woche

  • für alle Altersstufen geeignet
  • in kurzer Zeit machbar
  • es ist so gestaltet, dass es die Kinder selbstständig basteln können
  • es wird immer eine Woche lang angeboten


Regelmäßig gibt es kleine Koch- oder Backaktionen, bei denen häufig saisonale Leckerbissen hergestellt werden.
Zusätzlich bieten Betreuerinnen auch wechselnde Angebote unterschiedlicher Art an, beispielsweise Backen, Gärtnern oder Akrobatik.

5.3 Hausaufgaben

Freiwillige Hausaufgaben

Bereits in der freien Spielzeit zwischen 14.00 Uhr und 15.00 Uhr können die Kinder ihre Hausaufgaben „freiwillig“ erledigen. Hierfür steht Raum 103 im Gebäude 3 zur Verfügung. Die Kinder werden angeleitet, möglichst selbstständig ihre Hausaufgaben zu erledigen. Eine individuelle Hilfestellung kann nur bedingt geleistet werden, eine Hausaufgabenkontrolle ist nicht vorgesehen.

Hausaufgaben der Ganztagsklassen

Kinder der Ganztagsklasse haben je nach ihrem Unterrichtstag zu unterschiedlichen Zeiten die Möglichkeit, Hausaufgaben zu machen. Wenn der Unterrichtstag um 14.30 Uhr endet, haben sie keine Hausaufgaben auf. An Tagen mit einer Lernzeit von 13.00 – 14.00 Uhr bearbeiten sie während dieser Zeit ihre Hausaufgaben, eine weitere Hausaufgabenzeit wird für sie an einem solchen Tag nicht angeboten. An allen anderen Tagen haben sie von 15.00 – 16.15 Uhr eine Hausaufgabenzeit, sofern sie bis 16.30 Uhr angemeldet sind. Diese Hausaufgabenzeit findet in ihrem Klassenraum statt. Die Betreuung der Hausaufgabenzeit übernimmt eine Mitarbeiterin der Betreuung. Für diese Hausaufgabenzeit gelten die gleichen Informationen wie für die Hausaufgabengruppen der Regelklassen.

Hausaufgaben der Regelklassen

Kinder, die bis 16.30 Uhr angemeldet sind, machen ihre Hausaufgaben von 15.00 -16.15 Uhr. Die Kinder sind in feste Hausaufgabengruppen von ca 8 Kindern eingeteilt. Wir achten darauf, dass die Gruppen nicht zu groß sind, so dass eine gute Arbeitsatmosphäre herrscht, in der konzentriert und konstruktiv gearbeitet werden kann.

Alle Erstklässler erledigen ihre Hausaufgaben gemeinsam. Ab dem zweiten Schuljahr sind die Hausaufgabengruppen klassen- und stufenweise gemischt. Jede Hausaufgabengruppe hat einen festen Raum im Schulgebäude. Die Hausaufgaben werden von einer Betreuerin begleitet. Sie ist Ansprechpartnerin bei Verständnisfragen und macht das Kind ggf. auf Fehler aufmerksam, damit es diese korrigieren kann.

Wir können jedoch keine Garantie für Vollständigkeit, Richtigkeit und Ordentlichkeit der Hausaufgaben übernehmen. Hierfür sind die Eltern verantwortlich. Daher empfehlen wir, die Hausaufgaben gemeinsam mit dem Kind nochmals durchzusehen. Nähere Ausführungen dazu kann dem Hausaufgabenkonzept der Schule entnommen werden.

Während der Hausaufgabenzeit wird täglich ein kurzes Protokoll verfasst, welches die Hausaufgaben, die benötigte Zeit und das Verhalten der einzelnen Kinder dokumentiert. Zeigt ein Kind besondere Auffälligkeiten bei der Erledigung der Hausaufgaben, wird Kontakt zur Lehrkraft bzw. den Eltern aufgenommen und es können ggf. individuelle Absprachen bezüglich der Hausaufgaben getroffen werden.

Für die jeweiligen Hausaufgabengruppen gibt es in der Betreuung fünf Regeln

  1. Sofort anfangen! Wenn ich Hilfe brauche, melde ich mich!
  2. Ich verhalte mich leise und bleibe auf meinem Platz sitzen, so dass ich die anderen Kinder bei den Hausaufgaben nicht störe. Ich selbst möchte auch nicht gestört werden.
  3. Ich achte darauf, dass ich meine Hausaufgabenmaterialien stets dabei habe. Nur so kann ich anständig arbeiten. Meine Hausaufgaben mache ich ordentlich.
  4. Ich bin als Gast in diesem Raum, deshalb fasse ich nichts an und verlasse meinen Sitzplatz nach den Hausaufgaben sauber und ordentlich.
  5. Ich weiß, dass zusätzlich die allgemeinen Schul- und Betreuungsregeln gelten.

Mario und Lyn bei den Hausaufgaben

Ich bin Mario und gehe in die dritte Klasse. Gerade ist die Spielzeit vorbei. Jetzt müssen wir zu den Hausaufgaben. Ein paar von meinen Freunden werden schon abgeholt. Ich bin mit Lyn in einer Hausaufgabengruppe. Lyn geht in meine Klasse. Das ist gut, weil wenn ich etwas vergessen oder nicht verstanden habe, kann Lyn mir helfen. Manchmal muss ich aber auch Lyn helfen.
Wir sagen kurz unserer Betreuerin Bescheid, dass wir ein Tablett mit rüber nehmen. Auf dem Tablett ist Brot oder Kuchen, Gemüse und Obst. Unsere Hausaufgabengruppe ist im Haus 3. Heute haben wir viel auf. Die Matheaufgaben habe ich noch nicht verstanden. Ich mach erst mal Deutsch. Das klappt ganz gut. Die Betreuerin findet nur zwei Fehler. Die kann ich aber sofort selbständig verbessern.
Gemeinsam mit Lyn schauen wir uns die Matheaufgaben an und die Betreuerin erklärt uns die Aufgabenstellung. Ich glaub ich hab es ganz gut verstanden und mache meine Aufgaben. Lyn hat aber viele Fehler. Die Betreuerin schreibt unter das Arbeitsblatt eine Nachricht für die Lehrerin, dass Lyn die Aufgaben nicht verstanden hat. Lyn wird ganz traurig und fängt an zu weinen. Die Betreuerin und ich trösten sie und erklären ihr, dass das nicht schlimm ist. Ihre Lehrerin muss ja wissen, wenn sie etwas nicht verstanden hat. Am Ende kann Lyn wieder lächeln.

6. Ferienbetreuung

In den Oster- (erste Woche), den Sommer- (die letzten drei Wochen) und den Herbstferien (erste Woche) findet eine Ferienbetreuung statt. Die Ferienbetreuung beginnt morgens um 8.15 Uhr und endet um 14.15 Uhr. Sie steht immer unter einem bestimmten Thema. Jede Woche steht unter einem eigenen Thema und die Kinder können an täglich wechselnden Angeboten teilnehmen. Oft findet während einer Themenwoche auch ein Ausflug statt.

Tagesablauf Ferienspiele

  • 8.15 Uhr - offener Anfang
  • 9.00 Uhr - gemeinsames Frühstück
  • 10.00 Uhr - Morgenkreis
  • 10.15 – 12.15 Uhr – Angebotszeit
  • 12.15 Uhr - Imbiss
  • 12.45 Uhr - freie Spielzeit
  • 14.00 Uhr - Abschlusskreis
  • 14.15 Uhr – Ende

Ferienspielthemen

  • „In fünf Tagen um die Welt“ Ausflug in den Zoo
  • „Der Natur auf der Spur“ Ausflug in den Wald
  • „Weißt du wie es früher war“ Ausflug in den Hessenpark
  • „Verrückt nach Schokolade“ Ausflug in den Palmengarten in die Kakaowerkstatt
  • „Comic“
  • „Wir entdecken unsere Stadt“ Ausflüge in den Wald, auf den Sportplatz und eine Rally durch Oberlinden
  • „Kohle, Kies und Moneten“
  • „Detektive“ Ausflug in das Polizeipräsidium
  • „Spielplätze rund um Langen“ Ausflüge zu den Spielplätzen

Detektive unterwegs

Ich bin Dario, gehe in die dritte Klasse und bin für eine Woche bei den Ferienspielen angemeldet. Das Motto ist „Detektive unterwegs“. Heute war schon der vierte Tag.
Normalerweise gehe ich immer um Viertel vor neun zu den Ferienspielen. Dann bin ich pünktlich zum Frühstück da. Es beginnt um 9.00 Uhr.
Das Frühstück ist super, wie in dem 5 Sternehotel, in dem ich mit meinen Eltern im Urlaub war. Es gibt ein großes Frühstücksbuffet und jeder darf sich das nehmen was ihm am besten schmeckt. Es gibt Müsli und Cornflakes, Joghurt, Obst und natürlich Brot mit Wurst, Käse und Marmelade. Und das Beste ist, wenn man noch Hunger hat, kann man sich noch etwas holen.
Heute haben wir einen Ausflug gemacht, deshalb bin ich schon früher zu den Ferienspielen gegangen. An Ausflugtagen gibt es kein Frühstück und alle müssen ein bisschen früher kommen. Wir waren bei der Polizei. Genauer gesagt beim Polizeipräsidium Südhessen in Darmstadt. Das war ganz schön spannend. Der Polizist hat uns gezeigt, wie man Fingerabdrücke nimmt und den Venezianischen Spiegel haben wir auch kennengelernt. Da kann man die Verbrecher sehen, aber die können uns nicht sehen.
Die Gefängniszellen haben wir auch besichtigt. Der Polizist hat unsere ganze Gruppe in eine Zelle gesperrt. Das war ganz komisch als das Schloss zugefallen ist. Zusammen mit den Anderen war es ganz okay aber alleine möchte ich hier keine Sekunde bleiben. Zum Schluss durften wir noch kurz mit dem Polizeibus über den Parkplatz fahren. Die Sirene wurde auch angemacht. Das war ganz schön laut.
Morgen ist leider schon der letzte Tag. Mal schauen was es morgen für Angebote gibt. Ich habe die Woche schon eine Lupe und einen „Um-die-Ecke-Gucker“ gebastelt und eine Fingerabdruckkartei von einigen Kindern erstellt.
Im Morgen- und Abschlusskreis haben wir Kalle Blomquist der Meisterdetektiv vorgelesen und das Lied dazu gesungen. Das Buch ist sehr dick und wir bekommen es bestimmt nicht fertig. Mir hat es gut gefallen. Ich glaube ich leihe es mir in der Bücherei aus und lese es komplett. Den Liedtext habe ich mir heute von einer Betreuerin geben lassen.

7. Besondere Veranstaltungen

Im Jahresverlauf haben besondere Ereignisse einen ritualisierten Platz und bei den Kindern einen hohen Stellenwert gefunden.

Geburtstagsfeier

Alle zwei Monate wird mit den Kindern, die in dem vergangenen Zeitraum Geburtstag hatten, eine gemeinsame Geburtstagsparty gefeiert. Hierfür werden Einladungen verteilt, die gleichzeitig als Anmeldung dienen. Dank der Eltern, die wahlweise Snacks, Rohkost, Kuchen oder andere Süßspeisen mitgeben, wird den Kindern ein buntes Buffet ermöglicht. Das Vorbereitungsteam, bestehend aus drei Mitarbeiterinnen des Teams, schmückt den Raum und die große Geburtstagstafel, an der gemeinsam gegessen wird. Nach dem gemeinsamen Essen werden verschiedene Spiele gespielt.

Beispiel einer Geburtstagsfeier

Heute ist Montag. Es findet die Geburtstagsfeier statt, für die ich vor 2 Wochen eine Einladung bekommen habe. Da dürfen alle teilnehmen, die in den letzten zwei Monaten Geburtstag hatten. Mein Freund Jörg ist auch dabei. Da jedes Kind etwas zum Essen mitbringt, was zum großen Buffet gestellt wird, habe ich mir von meiner Mama meinen Lieblingskuchen gewünscht. Das ist der beste Kuchen der Welt und alle sollen ihn probieren. Es ist jetzt 14.30 Uhr und die Geburtstagsfeier beginnt gleich. Ich kann durch die Tür sehen, dass unsere Betreuer den Raum ganz toll geschmückt haben, mit Ballons und Luftschlangen und vielem mehr. Ich kann auch schon den Buffettisch sehen. Da stehen ganz viele leckere Dinge darauf. Mein Kuchen steht ganz vorne, so kann ihn jeder sehen. Endlich dürfen wir rein. Wir setzen uns gemeinsam an die große Tafel und essen gemeinsam. Die Stimmung ist prima und als wir fertig sind, ist es endlich Zeit für die Spiele, die die Betreuerinnen vorbereitet haben. Diesmal spielen wir Eierlauf mit Hindernissen und auch ein Spiel das ich noch gar nicht kenne. Wir haben schönes Wetter und können einige Spiele draußen spielen. Zum Schluss können wir uns nochmal etwas am Buffet holen. Von meinem Kuchen sind nur noch Krümel übrig, daher nehme ich mir ein paar Frikadellen, etwas Rohkost und zum Schluss noch einen Muffin. Gemeinsam räumen wir auf. Es ist gleich Abholzeit. Wirklich schade, aber es hat riesig Spaß gemacht.

Filmvorführung vor Ferienbeginn

An jedem letzten Freitag vor Ferienbeginn wird nach dem Mittagessen ein Film im Bewegungsraum gezeigt.

Dies begann als Alternativveranstaltung wegen schlechten Wetters. Die Kinder forderten es anschließend aber immer wieder ein, woraus sich inzwischen eine Tradition entwickelt hat. Bei der Wahl des Films werden die Kinder im Vorfeld nach ihren Wünschen befragt.

Abschiedsausflug der 4. Klassen

Jedes Jahr findet kurz vor den Sommerferien ein Abschiedsausflug für die Kinder der vierten Klassen statt. Das Betreuungsteam macht drei Vorschläge für mögliche Ziele und die Kinder stimmen darüber ab, wo es hingehen soll. (z.B. Lochmühle)

Ausflug in die Lochmühle

Gestern war ein ganz besonderer Tag. Alle Betreuungskinder der vierten Klassen haben einen Ausflug zur Lochmühle gemacht. Es war unser Abschiedsausflug, denn im nächsten Schuljahr kommen wir auf die weiterführenden Schulen und gehen dann auch nicht mehr in die Betreuung.
Wir sind mit dem Bus bis zur Lochmühle gefahren. Dort gab es viel zu sehen und wir wollten sofort alles erkunden. Die Betreuer haben uns noch zurückgehalten, da wir erst unseren gemeinsamen Grillplatz aufsuchen mussten. Dort konnten wir unsere Rucksäcke stehen lassen. Nach einer kurzen Besprechung der Regeln durften wir endlich los.
Ich habe mir mit meinen Freunden Bastian und Susi zuerst die vielen Käfige mit den verschiedenen Vogelbabys angeschaut. Danach sind wir zu den Trampolinen gegangen. Als wir keine Lust mehr hatten zu hüpfen, sind wir mit der elektrischen Eselbahn gefahren. Später haben wir den Franz und den Till getroffen, die haben uns daran erinnert, dass wir uns schon bald wieder am Grillplatz treffen.
Die Betreuer haben Würstchen gegrillt und wir konnten uns satt essen.
Nach dem Essen haben fast alle in dem kleinen Bach mit den Flößen gespielt. Zum Glück schien gestern die Sonne und es war schön warm, denn sonst hätte das nicht so einen Spaß gemacht. Am Nachmittag gab es für alle noch ein Eis und dann mussten wir schon wieder nach Hause fahren. Im Bus unterhielten wir uns alle über die tollen Erlebnisse. Wir kamen an der Schule an, wo die Eltern schon auf uns warteten um uns abzuholen.

Adventsbasteln

In der Vorweihnachtszeit findet an zwei Nachmittagen das Adventsbasteln statt, an einem Nachmittag für Kinder der 1. und 2. Klassen, am nächsten Nachmittag für Kinder der 3. und 4. Klassen. Es gibt circa 8 - 10 Bastelstationen. Die Bastelarbeiten sind in der Regel so angelegt, dass die Kinder alle Stationen in zwei Stunden durchlaufen können. So haben alle Kinder die Möglichkeit, mit einer gut gefüllten Tüte mit Weihnachtsgeschenken und Andenken für die ganze Familie nach Hause zu gehen.

Beispiel Adventsbasteln

Heute freue ich mich ganz besonders auf die Betreuung, denn heute findet das jährliche Adventsbasteln statt. Meine Mama hat mich und meinen Bruder schon vor einiger Zeit angemeldet.
Mein Bruder war bereits gestern beim Adventsbasteln, denn er ist in der ersten Klasse. Bevor es im Bewegungsraum um 15.00 Uhr losgeht, erklären die Betreuer wie das Basteln abläuft.
Ich fange bei Sabine an. Sie bastelt mit uns kleine Duftmännchen aus Orangen und Nelken. Michael, Antje, Bert und Susi basteln das auch. Ich bin nach zehn Minuten fertig und gehe zum nächsten Tisch. Hier verziere ich eine Weihnachtskugel mit Glitzersteinen.
Als die Betreuer zum Aufräumen rufen, habe ich alles gebastelt und sicher in der Tüte aufbewahrt. Es hat mir ganz viel Spaß gemacht und ich freue mich schon darauf alles meiner Mama zu zeigen und unser Haus damit zu schmücken.

8. Eltern

Der Austausch mit den Eltern ist uns wichtig. Um Eltern die Teilhabe an der Betreuung zu ermöglichen ist es wichtig, sie laufend zu informieren. Dazu gibt es verschiedene Wege. Die Eltern erhalten Informationen über die Inhalte der täglichen Arbeit an der Infotafel. Dort finden sie unter anderem die täglichen Angebote und Aktivitäten sowie den wöchentlichen Speiseplan. Zusätzlich erscheint einmal im Schulhalbjahr eine Infopost. Diese gibt den Eltern durch zahlreiche Fotos und Berichte der Kinder Einblicke in die tägliche Arbeit in der Betreuung. Ebenso informiert sie über die Arbeit des Fördervereins und über wichtige Termine.

Aufgrund der großen Anzahl der Kinder sind wir auf die Unterstützung und Mithilfe der Eltern angewiesen. Sie unterstützen unsere Arbeit indem sie beispielsweise ihrem Kind helfen, die hier geltenden Regeln einzuhalten. Hat ein Kind Probleme oder Schwierigkeiten arbeiten Eltern, Schule und das Betreuungsteam zusammen. Gemeinsam richten wir den Blick gezielt nicht nur auf die Schwierigkeiten, sondern auch auf die Fähigkeiten und Stärken des Kindes. Unser gemeinsames Ziel ist die bestmögliche Förderung und Erziehung der Kinder in einem Klima der gegenseitigen Wertschätzung.

Wenn Kinder nach der Betreuung alleine nach Hause gehen, sind wir daran interessiert, dass Eltern ihre Kinder gelegentlich abholen. Dies ermöglicht einen einfachen, regelmäßigen Austausch. Sollte ein intensiveres Gespräch notwendig sein, kann jederzeit ein Termin vereinbart werden.

Ebenso findet einmal pro Schulhalbjahr ein Elternabend statt. Aus jeder Klasse wird dafür am Anfang des Schuljahres eine Vertreterin in den Elternbeirat des Fördervereins gewählt, der seine Klasse über die Neuerungen und Veränderungen in der Betreuung Informiert. Diese Elternabende dienen nicht nur zur Informationsweitergabe sondern auch zum gegenseitigen Austausch. Die Elternvertreter haben die Möglichkeit Themen, Belange bzw. Fragen aus ihrer Klasse einzubringen.